A | A | A
Wählen Sie Ihr Land >
Botschafter Sven Erik SvedmanBotschafter Sven Erik Svedman

Botschafter Sven Erik Svedman verabschiedet sich

Nach sieben ereignisreichen Jahren nimmt Botschafter Sven Erik Svedman am 15. November Abschied von Deutschland. Er blickt auf eine Zeit zurück, in der die Verbundenheit zwischen Deutschland und Norwegen stetig gewachsen ist.

Ehe Svedman im Herbst 2007 nach Berlin kam, arbeitete er als beamteter Staatssekretär im norwegischen Außenministerium. Davor war er Botschafter in Paris und Tel Aviv sowie Ministerialdirektor im Außenministerium. In den 1980er-Jahren war er Botschaftssekretär in der norwegischen Botschaft in Bonn – seine Amtszeit in Berlin war also nicht seine erste Arbeitsperiode in Deutschland.

Hier finden Sie Svedmans Lebenslauf

Nun hat Botschafter Svedman das Pensionsalter für Diplomaten erreicht. Seine Jahre in Berlin fasst er folgendermaßen zusammen:

- Als norwegischer Botschafter in Deutschland seit 2007 kann ich feststellen, dass die deutsch-norwegischen Verbindungen heute stärker und umfassender als je zuvor sind. So wie Deutschlands entscheidende Rolle innerhalb Europas in jüngster Zeit immer deutlicher geworden ist, so zeigt sich auch immer klarer, dass Deutschland Norwegens wichtigster europäischer Partner ist – politisch, wirtschaftlich und kulturell.

Wie haben Sie es persönlich erlebt, in Berlin und Deutschland zu wohnen?

- Es war ein Privileg, nicht nur in Berlin zu arbeiten, sondern auch zu leben. Die Stadt ist  Europas spannendste Hauptstadt, und die kulturelle Hauptstadt des europäischen Kontinents. Es gibt eine unglaubliche Auswahl und Breite, die man miterleben kann. Geschichte ist an allen Ecken zu finden, gute und schmerzvolle. Ich werde die Stadt und das Land wirklich vermissen. Gleichzeitig kann ich wahrscheinlich hundert Orte und Sehenswürdigkeiten aufzählen, die ich gern gesehen haben sollte. Deutschland hat unglaublich viel zu bieten, auf kultureller wie auf landschaftlicher Seite. Es ist eine geographische und kulturelle Vielfalt, die fasziniert.

Die Welt hat sich im Laufe der 40 Jahre, in denen Svedman Botschafter war,  stark verändert. Für Norwegen war der größte Veränderungsfaktor, dass das Land Erdöl- und Erdgasressourcen in der Nordsee gefunden hat, etwas was unser Verhältnis zu anderen Ländern heute prägt.

- Täglich sieht man tiefe Spuren davon in Deutschland und in unserer Zusammenarbeit auf dem Energiesektor. Nahezu ein Drittel des Gases, welches Deutschland importiert, kommt vom norwegischen Festlandsockel. Die Energiedimensionen haben uns in den letzten 30 Jahren eng  miteinander verbunden. Wir sind von der deutschen «Energiewende» beeindruckt, hätten uns aber natürlich gewünscht, dass das Gas, die reinste fossile Energie, einen größeren Platz als die Kohle im deutschen Energiebild erhalten hätte. Gleichzeitig freuen wir uns darüber, dass nun beschlossen wurde, ein Stromkabel zwischen Norwegen und Deutschland zu verlegen, welches unsere beiden Länder von 2018 an mit erneuerbarer Energie auf beiden Wegen verbinden wird.

Neue designierte norwegische Botschafterin in Deutschland ist Elisabeth Walaas, die zuletzt als Leiterin der Europaabteilung im norwegischen Außenministerium in Oslo gearbeitet hat. Zuvor war sie Staatssekretärin im Außenministerium und norwegische Botschafterin in Zagreb.